Haut und Haare

Haarausfall bei Frauen

Die Haare gehören zu den wesentlichen äußeren Schönheitsmerkmalen der Frau, sie werden gehegt und gepflegt. Wenn die Haare vermehrt ausfallen, und das geschieht bei fast jeder zweiten Frau einmal, klingeln die Alarmglocken. 50 bis 150 Haare verlieren wir täglich, die meisten davon beim Kämmen oder bei der Haarwäsche.

Diese Anzahl ist ein Durchschnittswert, denn normal sind auch Phasen von vermehrtem Haarausfall im Frühjahr oder Herbst. Dramatisch jedoch wird es, wenn der Verlust stark zunimmt. Die Ursachen sind vielfältig: Stress, schwere Infekte oder Erkrankungen können zu Haarausfall führen, oft auch erst mit zwei- bis dreimonatiger Verzögerung.

Wesentlich häufiger ist jedoch der so genannte hormonelle Haarausfall. Die Haarwurzeln werden über die Hormone gesteuert, vereinfacht dargestellt: Viele weibliche Hormone, die Östrogene, lassen die Haare sprießen, eine verminderte Hormonproduktion oder aber ein Ansteigen der, auch bei jeder Frau vorhandenen, männlichen Hormone lassen die Haarwurzeln verkümmern.

Seit den letzten 20 Jahren nimmt jedoch eine neue Form des Haarverlustes bedrohliche Zuwachsraten an: Die Haarwurzeln reagieren nicht mehr in gewünschter Weise auf die an sich korrekten Hormonsignale des Körpers. Über die vielfältigen Ursachen dieses Phänomens wird viel geforscht, als mögliche Ursachen werden die zu frühe oder zu lange Einnahme der Pille, Hormonrückstände in Nahrungsmitteln und vieles mehr gehandelt.

Ein Behandlungsansatz ist die zusätzliche Gabe von weiblichen Hormonen, z.B. durch eine geeignete Pille oder die Änderung der Präparate in Medikamenten mit anderer Hormon-Zusammensetzung.

Ein weiterer Therapieansatz ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Minoxidil 2% enthält. Dieses wirkt unabhängig von der hormonellen Beeinflussung und ist daher auch für andere Formen des Haarverlustes einsetzbar.

Vor einer Behandlung sollte der Hautarzt, denn dieser ist der Facharzt für Haare, eine Haaranalyse und Blutuntersuchungen durchführen, um präzise die Ursachen des Haarverlustes abzuklären. Dann können auch zusätzliche Maßnahmen eingeleitet werden, so die Gabe bestimmter Vitamine und Spurenelemente. Sinnvoll können auch die Anwendungen von Licht- oder Laserstrahlen sein.

Übrigens: Häufiges Haarewaschen und Färben schadet den Haaren nur in den sehr seltenen Fällen von Strukturschäden der Haare. Die Haarlänge beeinflusst übrigens den Haarausfall nicht, ein Kurzschneiden der Haare ist daher nicht sinnvoll.

Bei rund 90 Prozent der Frauen kann der Haarausfall wirksam behandelt werden, es dauert jedoch oft viele Monate. Für die meisten Frauen ist dann ein Alptraum zu Ende.

 
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