Hauterkrankungen

Gürtelrose

Die Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine Virusinfektion. Menschen, die in der Kindheit an Windpocken erkrankt sind, „speichern“ dieses Virus lebenslang in ihrem Körper. In bestimmten Situationen kann der Erreger dann wieder aktiv werden und eine neue Erkrankung auslösen, nur dieses Mal nicht die Windpocken, sondern die Gürtelrose.

Warum tritt die Gürtelrose auf?

Das Virus kann in den Nervenknoten am Rückenmark oder auch in den Nervenbahnen des Gesichts jahrelang überdauern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aktiv werden. Für die Aktivierung kommen verschiedene Ursachen in Frage – ein geschwächtes Immunsystem, fortgeschrittenes Alter o. a. Erkrankungen. Nicht immer lässt sich ein eindeutiger Grund festmachen, auch starker Stress oder starke seelische Belastungen können Auslöser sein.

Die Symptome

Bei vielen Patienten treten in der ersten Phase der Erkrankung Allgemeinerscheinungen (Fieber, Abgeschlagenheit) auf, zu denen noch Schmerzen hinzukommen. Nach einigen Tagen bilden sich meist kleine wasserklare Bläschen, die im weiteren Verlauf eintrüben. Da die Viren einzelne Nerven betreffen, die vom Rückenmark ausgehen, ziehen sich Schmerz und Bläschen halbseitig wie ein Gürtel (griechisch ‚Zoster’) um den Leib. Ist das Gesicht betroffen, so zeigt sich auch hier ein streng halbseitiger Befall. In der Regel klingen die Beschwerden innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Zoster tritt meist nur einmal im Leben auf.

Wie wird behandelt?

Um das Virus wirksam zu bekämpfen, werden möglichst früh Tabletten eingenommen. Darüber hinaus ist eine symptomatische Therapie der Hauterscheinungen (austrocknend, antiseptisch) und der Schmerzen sinnvoll. So wird auch das Risiko bleibender Schmerzen deutlich gemindert. Bei Befall der Gesichtsnerven sind eventuell weitere Untersuchungen durch einen HNO- oder Augenarzt ratsam.

Was ist zu beachten?

Die Patienten sollten sich während der Behandlung schonen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen (keinen Alkohol) und Reizungen der Haut (z.B. intensive Sonnenbestrahlung, heißes Wasser, enge Kleidung) vermeiden.

Ansteckend sind die Bläschen nur bei direktem Kontakt mit Menschen, die noch nicht an Windpocken erkrankt waren, also in der Regel Kindern. Bei Kontakt zu Schwangeren ist es wichtig zu wissen, ob diese bereits an Windpocken erkrankt waren.

 
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