Hauterkrankungen

Schwitzen (Hyperhidrosis)

Das Schwitzen ist eine völlig normale Reaktion des Körpers und dient dazu, die Körpertemperatur zu regulieren. Viele Menschen schwitzen jedoch sehr stark, insbesondere an den Handflächen, den Fußsohlen und in den Achselhöhlen.

Für den Stoffwechsel dieser betroffenen Menschen ist das völlig normal, wird aber aus kosmetischen und sozialen Gründen meist nicht gern ertragen.

Ebenso gibt es Stoffwechselstörungen des Körpers, deren Folge vermehrtes Schwitzen ist. Diese Erkrankungen müssen abgeklärt werden. In der Hansaklinik können alle dazu erforderlichen Untersuchungen durchgeführt werden.

Bei einer Erkrankung besteht die Therapie des Schwitzens selbstverständlich in der Behandlung des Grundleidens. Bei übermäßigem Schwitzen ohne krankhafte Ursache gibt es inzwischen sehr gute Therapie-Möglichkeiten.

Aluminium-Salze

Diese Substanzen werden entsprechend einer auf den Patienten/ die Patientin abgestimmten Rezeptur von der Apotheke individuell hergestellt. Ähnlich wie ein Deodorant wird das Präparat einige Male pro Woche aufgetragen und kann bei 60% der Betroffenen das Schwitzen an Händen, Füßen und Achselhöhlen erheblich reduzieren.

Medikamente zum Einnehmen

Bei Bedarf verordnen wir Präparate, die den Stoffwechsel selbst beeinflussen, so dass der Organismus weniger zum Schwitzen neigt. Besonders geeignet sind diese Medikamente bei vermehrtem Schwitzen am ganzen Körper, insbesondere also auch im Gesicht, Brust, Rücken usw.

Elektrophorese

Bei starkem Schwitzen an Handflächen, Fußsohlen und teilweise auch im Achselbereich ist eine Therapie wirksam, bei der die Hautpartien in einem Wasserbad liegen, durch die ein schwacher elektrischer Strom geleitet wird. Diese Behandlung kann auch daheim selbst durchgeführt werden. Die entsprechenden Geräte werden von einigen Krankenkassen erstattet. Die Therapie muss allerdings regelmäßig und sehr häufig durchgeführt werden.

Botulinumtoxin (Botox®)

Diese äußerst wirksame Therapie ist besonders geeignet bei starkem Schwitzen im Achselbereich und begrenzt auch an den Handflächen.

Nach dem Auftragen einer Betäubungscreme werden kleinste Mengen des Botox® in die Hautflächen injiziert. Nach wenigen Tagen tritt die Wirkung ein und das Schwitzen ist für ca. 6 Monate gestoppt. Das Medikament Botox® ist vom Bundesamt für Arzneimittelsicherheit ausdrücklich für diese Therapie freigegeben worden.

Die Behandlung wird von vielen privaten Krankenkassen und Beihilfestellen übernommen.

Operative Behandlungen

Es besteht die Möglichkeit, die Schweißdrüsen operativ abzusaugen. Diese Behandlung bieten wir selbst nicht an, vermitteln Ihnen aber Ärzte mit großer Erfahrung auf diesem Gebiet. Leider tritt auch nach korrekt durchgeführten Eingriffen bei einem Teil der Patienten nach einiger Zeit das Schwitzen wieder auf.

Nervenblockaden

Insbesondere für vermehrtes Schwitzen im Achsel- und Handbereich ist eine Blockade der Nervenfasern möglich, um das Signal des Körpers an die Drüsen zu verhindern. Wir empfehlen Ihnen Ärzte, die diese Therapie durchführen. Die Behandlung muss häufiger wiederholt werden. Leider führen Nervenblockaden nicht selten zu übermäßigem Schwitzen an anderen Körperregionen.

 
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